Energieforum West: Mehr Transparenz im Heizungskeller

Energieforum West: Mehr Transparenz im Heizungskeller

Wie können Liegenschaftsbetreiber mehr wirtschaftlichen Nutzen aus Anlagenzuständen und Verbrauchsdaten ihrer Immobilien ziehen? Auf dem diesjährigen Energieforum West referierten dazu am Montag u.a. Vertreter der innogy SE und Lemonbeat vor rund 60 Zuschauern in der Philharmonie Essen.

Über 41 Millionen Wohneinheiten existieren in Deutschland. Und alle wollen beheizt, mit Energie und warmen Wasser versorgt werden. Doch für die Wohnungswirtschaft sind die Verbrauchsdaten oft ein Buch mit sieben Siegeln. Einmal im Jahr wird abgelesen, häufig sogar noch manuell. Störungen werden meist erst erkannt, wenn sich die Mieter beschweren.

„Daten sind das neue Öl“, hört man immer wieder im Zusammenhang mit der Digitalisierung der Wirtschaft. Doch in Deutschlands Heizungskellern schlummern immer noch Millionen Datenpunkte, die nur darauf warten, gefördert zu werden.

Auf dem Energieforum West zeigten dazu Oliver Klimek, Leiter Verticals bei Lemonbeat zusammen mit Holger Scheffler, Leiter Wohnungswirtschaft der innogy SE und Norbert Neuhaus, Geschäftsführer der EnergieServicePlus GmbH, einem Joint-Venture der LEG Immobilien AG und innogy, Wege aus dem Datendilemma. Das Energieforum West ist eine Veranstaltung des Europäischen Bildungszentrums der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft EBZ in Bochum in Kooperation mit dem Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Rheinland (VdW) sowie der Energie- und Umwelt-Managementberatung Pöschk, Berlin.

 

Oliver A. Klimek, Leiter Verticals der Lemonbeat GmbH

Oliver A. Klimek, Leiter Verticals der Lemonbeat GmbH referiert auf dem Energieforum West über neue Wege der Datentransparenz und die Möglichkeiten für Liegenschaftsbetreiber. Foto: Jörg Mettlach/innogy

Smarte Heizungskeller, die jederzeit den Überblick über aktuelle Verbrauchsdaten wie Strom, Gas, Wärme etc. ermöglichen, liefern der Wohnungswirtschaft wertvolle Informationen. Detaillierte Echtzeit-Daten helfen bei der Planung von Modernisierungen, decken unnötigen Energieverbrauch auf und helfen, Störungen frühzeitig zu erkennen und zu beheben. Das spart Kosten, verbessert die Effizienz, erhöht die Wohnqualität und damit auch die Attraktivität der Immobilien.

Heizungskeller wirtschaftlich nachrüsten mit Lemonbeat

Die Lemonbeat-Technologie für das Internet der Dinge macht modernes Zähler- und Anlagen-Monitoring wirtschaftlich. Als Nachrüstlösung für den Bestand bleibt die Infrastruktur im Heizungskeller bestehen. Kostengünstige Adapter für gängige Heizkessel, Wärmemengen- oder Balgengaszähler übertragen die Daten über eine robuste Funktechnologie an eine Lemonbeat Bridge, die über das Internet mit einer Monitoring-Plattform verbunden wird. Es müssen weder Kabel verlegt, Wände aufgestemmt noch teure Hardware verbaut werden. Die schlanke Infrastruktur unter Verwendung etablierter Internet-Technologien ist zukunftsfähig und reduziert den Aufwand im Bereich Hardware, Installation und Engineering.

Die Lemonbeat-Technologie ist im realen Umfeld bereits erprobt. Mit dem Zähler- und Anlagen-Monitoring lassen sich selbst Wohneinheiten, die sich an unterschiedlichen Orten befinden, zusammenfassen und auf einer Monitoring-Plattform überwachen und managen. So wird die Fernauslesung von Zählerständen besonders kosteneffizient. Manuelles und zeitaufwändiges Auslesen entfällt.

Mehr Transparenz und Sicherheit

Sicherheit ist das A und O. Daher werden alle Daten zwischen den Heizkellern und der Management-Plattform stets verschlüsselt übertragen. Die eingesammelten Informationen lassen sich grafisch aufbereiten, zur Weiterverarbeitung an ein ERP-System exportieren und liefern zu jederzeit einen genauen Überblick über aktuelle Verbrauchsdaten. Auch Vergleiche zwischen verschiedenen Immobilien lassen sich aufstellen. Damit sind Verbrauchsanalysen und Methoden zur Effizienzsteigerung in Immobilien so einfach wie noch nie.

Präsentation „Intelligenz für smarte ‚Things'“ zur Veranstaltung